Europäische Sicherheit & Technik

Aktuelle Ausgabe: Februar 2020

Wenn in diesem Monat in München wiederum das Stelldichein der internationalen Sicherheitspolitiker stattfindet, gibt es keinen Mangel an Gesprächsstoff. Eine Klammer könnte die Frage sein, ob die internationalen Organisationen ihre Funktion, Interessen auszugleichen und zu bündeln, noch wahrnehmen können. Immer wieder werden Krisen in neuen Formaten diskutiert. Das gilt auch für die Libyen-Konferenz, die im Januar in Berlin stattfand. ES&T blickt in dieser Ausgabe auf drei Themen, die auch in München beraten werden könnten: Die Lage in Libyen und Algerien sowie die Frage, wie eine neue Nuklearpolitik gestaltet werden könnte.

Das Jahr 2019 war in Deutschland militärisch geprägt von der Führungsrolle, die die Bundeswehr bei der NATO-Speerspitze übernommen hatte. Wer sich nach den Erfahrungen in diesem Jahr erkundigt, kommt in den Gesprächen sofort auf das Jahr 2023 zu sprechen, wenn Deutschland diese Rolle erneut übernimmt. Die Bundeswehr ist fit für die Krise, lernen wir, aber sie wird noch fitter gemacht. Was haben wir, was brauchen wir noch? Bilanz und Ausblick beschäftigen die Autoren der ES&T.

Auch, wenn die Speerspitze in diesem Jahr nicht im Zentrum des militärischen Handelns steht, muss Deutschland eine Herausforderung meistern. Die Übung „Defender Europe 20” belegt, dass Deutschland zu einer Drehscheibe militärischer Bewegungen wird, wenn es zu Krisen kommt. Diese Übung fällt in eine Zeit, in der sich die Zustimmung zur Sicherheitspolitik zum Positiven wendet. Ein Jugendoffizier der Bundeswehr wendet sich diesem Thema zu.

In jeder Krise ist Aufklärung das A und O. Das geschieht auf verschiedenen Wegen. Die Aufklärungsmittel des Heeres beschreiben die ES&T-Autoren ebenso wie das Nachrichtenwesen im Heer. Aufklärung in der Bundeswehr ist in Zeiten, in denen sich die Gesellschaft an ihren Rändern radikalisiert, auch ein Muss. Der Militärische Abschirmdienst hat sich neu aufgestellt und auf diese Risiken eingestellt.

Viel Staub hat die Entscheidung der Bundesregierung aufgewirbelt, den Auftrag für das Mehrzweckkampschiff 180 an eine niederländische Firma zu vergeben. Aber da ist noch nicht alles in trockenen Tüchern. Die Marine wartet auf dieses Schiff, denkt aber schon intensiv über eine neue, hochmoderne Fregatte nach.

Es ist viel los auf dem Gebiet der Sicherheits- und Rüstungspolitik in diesen Monaten. Die Redaktion der ES&T hat in dieser Ausgabe 2/20 aus den vielen Themen diesen Bogen für Sie, unsere Leser, gespannt.

Ihr Rolf Clement, Chefredakteur

Themen der Ausgabe

Im FOKUS: NATO-Speerspitze 2023

  • Die NATO-Speerspitze als Katalysator – Die Bilanz 2019 führt zur Planung 2023 (Rolf Clement)
  • Heer plant die NATO-Speerspitze 2023 aus – Heeresbrigade muss wieder Material ausleihen (Lars Hoffmann)
  • Auch der Sanitätsdienst macht sich fit – Planungen und Herausforderungen für die Speerspitze 2023 (Johannes Backus, Matthias Gold und Ingo Weisel)

Weitere Themen:

  • „Defender Europe 2020” – Drehscheibe Deutschland (Dietmar Klos)
  • Die nukleare Frage ist zurück (Stefan Fröhlich)
  • Die Welt zu Gast in Libyen – Der Stellvertreterkrieg am Mittelmeer (Simon Engelkes)
  • Frischer Wind in Algerien? – Neuer Präsident, neuer Armeechef, fortdauernde Proteste (Martin Pabst)
  • Von Verantwortung in der Welt und Deutschlands sicherheitspolitischem Erwachsenwerden (Moritz Brake)
  • Das Rahmennationenkonzept – Multinationale Fähigkeitsentwicklung und operativer Mehrwert (Christian Badia)
  • Infanterist der Zukunft – Erweitertes System – Sachstand Fähigkeitsentwicklung (Christoph Wallner)
  • Der MAD hat sich neu aufgestellt (Rolf Clement)
  • Anforderungen an das Militärische Nachrichtenwesen im Heer (Autorenteam)
  • Moderne Aufklärungskräfte und –mittel für die Landstreitkräfte (Dietmar Klos)
  • Beitrag zum gemeinsamen Lagebild – Das Betriebszentrums IT-System der Bundeswehr (Karsten Haufe)
  • Mehrzweckkampfschiff 180 – Auftragsvergabe mit Fragezeichen (Hans Uwe Mergener)
  • Die nächste Generation der Luftverteidigung – Erste Überlegungen zur Fregatte F 127 (Andreas Uhl)
  • Marinedrohne für K130 – Sea Falcon im Anflug (Martin Krükel)
  • Leistungsbasierte Verträge (Gerhard Heiming)
  • Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kunden – Interview mit Alexander Walford, Country Director Deutschland von Lockheed Martin International
  • Ein besseres System zu einem günstigeren Preis – Interview mit Christophe Fontaine, Leiter Strategic Development for Europe, General Atomics Aeronautical Systems, Inc.

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hervorgegangen aus

  • Europäische Sicherheit (gegründet 1952)
  • Strategie & Technik (gegründet 1958 als Dienstzeitschrift der Bundeswehr unter dem Titel „Soldat und Technik“)

Europäische Sicherheit & Technik wird auf vertraglicher Grundlage in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium der Verteidigung / der Bundeswehr herausgegeben und ist Organ der Interessengemeinschaft Deutsche Luftwaffe e.V. (IDLw), der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. (GSP) sowie der Clausewitz-Gesellschaft e.V.

Themenfelder:

  •     Sicherheitspolitik
  •     Entwicklung der Bundeswehr
  •     Streitkräfte international
  •     Rüstung
  •     Waffensysteme und Ausrüstung
  •     Wehrtechnik international
  •     Wehr- und Sicherheitstechnische Industrie
  •     Forschung und Technologie
  •     Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben

Chefredakteur: Rolf Clement
Chef vom Dienst: Oberstleutnant a.D. Wilhelm Bocklet
Marketing/Anzeigenleitung: Jürgen Hensel

Europäische Sicherheit & Technik im Internet: www.esut.de

 

 

 

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